Craft Beer im Januar

Dunkles Export

Dunkles Export – Craft Beer im Januar 2019

Das Dunkle Export

Johannes Gothe, aka „Der Braumeister“, erinnert sich im Jahre 1998 dunkles Bier im Martin’s Bräu eingeführt zu haben. Das dunkle Export hatte es damals sogar geschafft dauerhaft am Hahn im Brauhaus zu bleiben. Erst später kam die Idee auf, Craft Biere im Monatswechsel anzubieten. In Folge wurde das dunkle Export mangels Kapazitäten wieder abgeschafft, doch diesen Januar ist es zurück – Sehr zur Freude der Stammkundschaft.

Was zeichnet Dunkles Export aus?

Export-Biere sind in der Regel am malzigen Geschmack und etwas höherem Alkoholgehalt (mehr Stammwürze) als beispielsweise Pils zu erkennen. Unser dunkles Export hat einen Alkoholgehalt von ca. 5,2% (genaue Angabe bitte im Bräu selbst anfragen).
Bei (unserem) Export-Bier handelt es sich um ein untergäriges Bier.
Dunkel wird es durch die Malzmischung, die verwendet wird. Im Gegensatz zum Pils, sind hier vier Malzsorten, statt nur einer, im Kessel:
· Pilsner Malz – die einzige verwendete Sorte im Pils (hell)
· Dunkles Münchner Malz
· Etwa 5% Röstmalz (sehr dunkel)
· Dunkles Karamellmalz – der im Korn vorkommende Zucker in Form von Stärke wird karamellisiert

So wird das Dunkle Export gebraut

Herstellung der Maische – Wasser und Malz

Zunächst werden die geschroteten Malzsorten mit Wasser vermengt und in der Maischpfanne in Stufen auf maximal 78 Grad erhitzt. Nach dem Maischen wird das flüssige vom festen Treber mittels Siebboden getrennt.

Maische wird unter Hopfenzugabe zu Würze

In der Würzpfanne wird nun der Hopfen hinzugegeben. Im Martin’s Bräu verwendet der Braumeister hierzu keinen Hopfenextrakt, sondern ausschließlich gemahlenen Hopfen des Typ 90. Bei diesem Hopfentyp sind die Stängel noch enthalten, damit die enthaltenen Gerbstoffe nicht verloren gehen. Da durch das Malz bereits genügend Aroma vorhanden ist, wird auf eine Aromahopfengabe verzichtet. Beim kochen des dunklen Export wird nur Hopfen für die Bittere zugegeben, da hier das Malzaroma gewollt ist.
Nachdem die entstandene Würze (Maische + Hopfen) abermals erhitzt wurde, kommt sie in den sogenannten Whirlpool. Der Whirlpool heißt so, weil die Würze hier kreisförmig durch immer enger werdende Rohre gepumpt wird. Diese Rohre beschleunigen die Würze aufgrund ihrer Form. Durch die Zentrifugalkraft wird die Flüssigkeit abermals von Feststoffen extrahiert.

Die Hefezugabe im Gärtank

Die heruntergekühlte Würze landet nun im Gärkeller. In unserem Brauhaus ist der Gärkeller ausgeschildert und von der Gaststätte aus einsehbar. Riskiert gerne mal einen Blick. Die offenen Gärtanks sind außen mit Eiswasser kühlbar. Je nach Bier, kann so die gewünschte Temperatur eingestellt werden. Das Dunkle Export ist ein untergäriges Bier. Daher verbringt es 5-6 Tage bei etwa 8-10 Grad im Gärkeller. Der Gärungsprozess wird durch Zugabe von Hefe eingeleitet. Ohne Hefe, keine Gärung. Doch was passiert genau? Die Hefe vergärt den enthaltenen Zucker im Bier zu jeweils einem Drittel Alkohol, CO2 und Wärme. So gelangen Alkohol und Kohlensäure in unser Bier.

Reifung des Bieres im Lagerkeller

Zwischen Gär- und Lagertank wird die überschüssige Hefe entfernt, bzw. nicht mit abgepumpt. Unser Bier ist untergärig, was bedeutet, dass die Hefe im Gärtank nicht zwischenzeitlich nach oben steigt. Auf dem Weg ins Lager gelangt natürlich dennoch etwas Resthefe in die Tanks. Und das ist auch gewollt und gut so. Denn die Resthefe sorgt dafür, dass übrige Gärungsnebenprodukte (Fuselalkohole) abgebaut werden. Durch die entstehende Kohlensäure entsteht Druck. Während der Reifung im Lager wird unser Bier durch diesen Druck aufkarbonisiert. Die Lagerzeit muss beim Dunklen Export 6 Wochen betragen, um sicherzustellen keine Fuselalkohole mehr im Bier zu haben.

Prost

Am Ende halten wir 2.000 Liter Dunkles Export für euch bereit. Direkt in den Ausschanktanks des Restaurants im Martin’s Bräu. Der Geschmack ist malzig und etwas herb, wobei die Süße des Malzes dennoch unverkennbar einzigartig enthalten bleibt.
Wir freuen uns auf euren Besuch. Unser Bier im Januar: Dunkles Export